Im Kubismus wurde die wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der Motive zusammen mit der Perspektive und der Ordnung von Formen völlig aufgegeben. Formdarstellungen sind auf die geometrischen Grundformen Würfel, Kugel, Kegel und Pyramide reduziert. Die Collage wurde als neues Stilmittel eingeführt. Man unterscheidet zwischen dem analytischen Kubismus, bei dem es um die Gliederung des Werkes in verschiedene Ebenen und Facetten geht, und dem synthetischen Kubismus, bei dem die Synthese von überlappenden Flächen aus verschiedenen Blickwinkeln im Vordergrund steht.

Kubisten

Pablo Picasso (1881 – 1973)

Die Gesamtzahl der Werke Picassos, von denen viele in den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt ausgestellt sind, wird auf 50.000 geschätzt. Sein Gesamtwerk umfasst sowohl Gemälde, Collagen, Zeichnungen und Grafiken, als auch Keramiken und Plastiken. Der außerordentlich kreative spanische Künstler verwendete eine große Vielfalt von Techniken und Ausdrucksformen und ist einer der Begründer des Kubismus, hat sich aber bereits 1914 vom Kubismus abgekehrt.

Georges Braque (1882 – 1963)

Der französische Künstler Georges Braque arbeitete zwischen 1908 und 1912 eng mit Picasso zusammen, und ihre kubistischen Gemälde waren in dieser Zeit kaum voneinander zu unterscheiden. Die beiden begründeten den Kubismus, nachdem Braque sich zuvor dem Fauvismus zugehörig gefühlt hatte. Braque war nicht nur Maler, sondern auch Zeichner, Collagist, Grafiker und Bildhauer. Er setzte seinen kubistischen Stil bis zu seinem Tod fort und schuf ätherische, leuchtende Stillleben und Figurenkompositionen.