Bei Manierismus handelt es sich um eine wichtige Zwischenepoche im Übergang von der Hochrenaissance zum Barock, die besonders in Rom und Florenz eine Blütezeit erlebte. Die Stilart wird der Spätrenaissance zugeordnet. Ihr Name stammt vom italienischen „maniera“, was Art und Weise oder Stil bedeutet.

Die Gemälde enthalten komplizierte

Kompositionen mit grotesken Verzerrungen und Verlängerungen, Kürzungen der Perspektive, irreale Farben und ungewöhnliche Blickwinkel. Diese dienen der Steigerung der Aussage des Bildthemas. In den Gemälden sind ausgefallene Motive in außergewöhnlichen Maltechniken dargestellt, die oft mehrere Deutungen zulassen. Menschliche Körper sind oft in starker Verdrehung dargestellt und die Gemälde zeichnen sich durch Dreidimensionalität und gesteigerte Expressivität aus.

Künstler des Manierismus

Parmigianino (1503 – 1540)

Parmigianino war ein italienischer Maler und Radierer. Er hat trotz seines kurzen Lebens eine Vielzahl von Werken hinterlassen, die ihn als Nachahmer des Stils des Correggio kennzeichnen. So wie dieser malte auch Parmigianino Figuren mi extrem verlängerten Körperproportionen. Dies ist besonders in seinem Gemälde „Madonna mit dem langen Hals“ zu sehen. Parmigianino hat mehrere bedeutende religiöse Werke hinterlassen, wertvoller sind jedoch seine mythologischen Bilder.

El Greco (1541 – 1614)

El Greco (der Grieche) war der bedeutendste Maler des spanischen Manierismus. Er war auch Bildhauer und Architekt. Mit seiner Ausbildung in der byzantinischen Ikonenmalerei als Hintergrund malte er hauptsächlich Bilder mit religiösen Themen und Portraits.