In der Romantik wandte man sich von den Vorbildern der Klassik und Antike ab. Die eigene Imagination und die Gefühlswelt der Künstler traten nun in den Vordergrund. In den Gemälden dieser Zeit sieht man milde Landschaften mit grandiosen Aussichten, die romantisch und gefühlvoll dargestellt sind. In dieser Epoche kam es erstmals zum Durchbruch der Malerei im Freien mit natürlichem Licht.

Künstler der Romantik

Caspar David Friedrich (1774 – 1840)

Der deutsche Maler, Zeichner und Grafiker Caspar David Friedrich wird heute als der bedeutendste Künstler der deutschen Frühromantik angesehen. Die Konstruktion seiner Bilddarstellungen war stark auf die Wirkungsästhetik ausgerichtet. Mit diesem Bruch mit der Landschaftsmalerei des Barock und des Klassizismus trug er maßgeblich zur Entwicklung der modernen Kunst bei. Friedrichs Gemälde sind von Melancholie geprägt und sind typisch für die Kunst der Romantik. Unter seinen zahlreichen Werken sind „Der Wanderer über dem Nebelmeer“, „Der Mönch am Meer“ und „Kreidefelsen auf Rügen“.

William Turner (1775 – 1851)

William Turner gilt als der bedeutendste Künstler der englischen Romantik. Er malte hauptsächlich Landschaften und das Meer, wobei sein besonderes Interesse der Atmosphäre und dem Licht galt. In seinen Gemälden fing er das Licht und die Farben des Sonnenscheins in ganz neuer und einzigartiger Weise ein, wobei das Gegenständliche oft verlorenging. Damit übte er einen bedeutenden Einfluss auf die Impressionisten aus.

John Constable (1776 – 1837

John Constable ist ein englischer Maler, der für seine Landschaftsmalereien der Region Suffolk bekannt ist, wo er geboren wurde und sein Leben verbrachte. Er zeichnete oftmals im Freien und benutzte die dabei entstehenden Skizzen als Grundlagen für die großen Landschaftsgemälde, die er in seinem Atelier aufarbeitete. Der Künstler war Autodidakt und entwickelte langsam einen originellen realistischen Stil voller Vitalität. Constables Bilder wurden zu seinen Lebzeiten in England nicht gut aufgenommen, waren aber in Paris sehr beliebt. Heute werden seine Gemälde weltweit hoch geschätzt.

Carl Spitzweg (1808 – 1885)

Der Münchner Carl Spitzweg war ein humoristischer Künstler der Romantik. Er war Autodidakt und schuf über 1.500 Zeichnungen und Bilder. Später malte er mit Ölfarben und verkaufte etwa 400 Gemälde zu seinen Lebzeiten. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde seine Malerei sehr populär. Sein Stil ist der Spätromantik unterzuordnen und wuchs zuletzt dem Impressionismus sehr nahe.

Spitzwegs Spezialität waren humorvolle Pointenbilder, in denen er das biedermeierliche Kleinbürgertum mit seinen menschlichen Schwächen und eigentümlichen Sonderlingen darstellte. Auch hatte er durch seine Apothekerausbildung Erfahrung, die ihm bei der Herstellung seiner Farben zugutekam. Er hatte einen ausgeprägten Farbensinn und benutzte in seinen Gemälden ein besonderes Hellblau, das bei keinem anderen Künstler zu finden ist.