Vor einem Jahr feierte Bauhaus sein hundertjähriges Jubiläum. Heute wird das Bauhaus häufig als Experimentierschule der unterschiedlichsten Künste, Architektur, Gestaltung aber auch Pädagogik bezeichnet. Doch um die vielen Künstler, Werke und die damit zusammenhängende Lehre zu verstehen, reicht diese Kurzdefinition nicht. Es braucht einen Blick auf die Vorgeschichte und die verschiedenen Phasen des Bauhaus.

Das Bauhaus entstand aufgrund neuer pädagogischer Ansätze in der Vorkriegszeit und vereinte diese mit einer aufkeimenden Bewegung im Kunst-Gewerbe. Am wichtigsten war es für den Gründer Walter Gropius jedoch, ein gemeinsames Schaffen von Künstlern und Handwerkern zu initiieren. Am 12. April 1919 vereinigte er deshalb eine Kunstgewerbeschule und eine Hochschule für bildende Künste und gab dieser neu entstandenen Schule den Namen Bauhaus.

Durch den Standort Weimar war das Bauhaus Nachbar wichtiger politischer Entscheidungen, weshalb stets eine Stimmung des Aufbruchs herrschte, was sich auch in den geschaffenen Werken widerspiegelt. Egal ob architektonische Gebilde oder in dieser Zeit entstandene Wandbilder, überall findet man einen Bruch mit der Norm. 1925 wurde jedoch die Schließung des Bauhaus in Dresden aus politischen Gründen erzwungen, sodass es zu einem Ortswechsel nach Dessau kam, wo das Bauhaus zu seiner Blüte gelangte. Da die Ideen und Werke des Bauhaus immer mehr Anklang fanden und auch außerhalb von Weimar und Dessau schnell bekannt wurden, kam es zu einem neuen Umzug, diesmal nach Berlin, von wo aus sich der Bauhaus-Gedanke weltweit verbreitete.

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